Die Geschichte unserer Schule
Das Gymnasium Beetzendorf wurde im Jahr 1947 als erweiterte Oberschule (EOS) gegründet.
Der Unterricht an dieser EOS, die später den Namen Karl Marx trug, fand in den Räumen des ehemaligen Amtsgerichts statt. Diese Räume bilden unser heutiges Hauptgebäude. So fanden zum Beispiel in unserem Musikraum H05 die Gerichtsverhandlungen statt und in den Kellerräumen dieses alten Gebäudes befanden sich die Gefängniszellen. Wenn man unsere Schule über die Einfahrt zur Tiefgarage verlässt, sieht man noch heute auf der rechten Seite der Mauer eine „runde Ecke“ des ehemaligen Gefängnishofes.
Seit 1947 lernten nun also die ersten Schüler und bestanden 1949 ihr Abitur. Der 1. Schulleiter hieß Heinz Weiß.
Zur Schule gehörte bis kurz nach der Wende, Anfang der 90iger Jahre, ein Internat, welches sich auf dem Gelände des Apenburger Hofes befand. Dieses Internat beherbergte z. B. Schüler aus dem Raum Oebisfelde und Kalbe, da der tägliche Anfahrtsweg mit der Bahn nicht zu bewerkstelligen war. Schulbusse fuhren damals nicht. Heute steht das Gebäude leer und verfällt leider.
Bis 1991 gab es in unserer Schule zeitgleich höchstens 8 Klassen mit maximal 190 Schülern, also kein Vergleich zu heute, mit 22 bis 28 Klassen und über 500 Schülern. Heute unterrichten hier ca. 45 Lehrer, damals waren es nicht einmal 20.
Zum Hauptgebäude wurde schon Ende der 60iger Jahre ein sogenannter Fachtrakt angebaut, der 4 Klassenräume beherbergte. Dies reichte dann natürlich Anfang der 90iger Jahre für die gestiegene Schülerzahl nicht mehr aus und ein Umbau der Schule war notwendig, wenn der Standort Beetzendorf als Gymnasium erhalten bleiben sollte.
Besonders verdient gemacht um diesen Schulneubau haben sich der ehemalige Bürgermeister Beetzendorfs Herr Hochhuth, der evangelische Geistliche Superintendent Rugge, der damalige Kultusminister Niedersachsens Professor Wernstedt, der selbst an unserer Schule das Abitur abgelegt hatte genau wie unser damaliger Schulleiter Wolfgang Schönfeld. Er leitete von 1991 bis 2009 unsere Schule und erwies sich als besonderer „Quälgeist“ für die damals Verantwortlichen in Magdeburg, damit sie dem Schulneubau oder besser Altbau in Beetzendorf zustimmten.
Ende Juni 1993 fand dann der Bezug der neugebauten Schule, so wie sie sich bis heute darstellt, statt. Erst viele Jahr später kamen die Mensa und ein weitläufiger Schulhof noch dazu.
Bis zum Einzug in den Schulneubau 1993 wurden die vielen Schüler an verschiedenen Orten in Beetzendorf und Klötze unterrichtet und die Lehrer pendelten zum Unterricht zu ihren Klassen an den verschiedenen Standorten. Zum Beispiel wurde in Beetzendorf im heutigen Seniorenheim (die ehemalige Haushaltungsschule, im Volksmund „Puddingschule“ genannt), in den Internatsräumen, im Gebäude der ABS Drömling am Apenburger Hof und in den Räumen der Sekundarschule unterrichtet. Die Außenstelle Klötze existierte auch nach dem Neubau in Beetzendorf noch einige Jahre und befand sich in den beiden oberen Etagen der Förderschule, in der sich heute nach dem Umbau die Purnitz-Grundschule befindet. Nach Schließung der Außenstelle in Klötze und der Wiedereinführung der 5. Klassen wurde das Charlottenstift neben der sog. „Puddingschule“ zur Herberge für die 5. Klässler.
Unsere Schule hat in den vielen Jahren ihres Bestehens knapp 4.000 Abiturienten entlassen.
Neben Wissenschaftlern, Technikern, Forschern, Medizinern, Schauspielern, Ingenieuren und vielen anderen Berufen lernten hier auch spätere Lehrer. Und einige von ihnen kehrten als Lehrkraft wieder an die „alte Penne“ zurück.
Autorin: C. Gille-Hansch (Nov. 2024)
CC Angelika Thiede (2008)
Lizenzen & Quellen
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